VASALOPPET 2019

Matthias Cusumano als Wiederholungstäter beim VASALOPPET 2019 in Schweden

Gleich wie im Jahr 2018 schloss ich mich wieder der top organisierten Gruppe von Richard und Hedi Schuh aus Seebenstein an.

Als „Wiederholungstäter“ war ich Ihnen und den neuen Teilnehmern mittlerweile eine große Hilfe beim Busfahren, organisieren, usw..

Am Mittwoch übersetzten wir mit dem Flugzeug nach Schweden. Am Donnserstag und Freitag wurden Streckenabschnitte besichtigt. Das Wetter war traumhaft. Somit waren wir alle sehr zuversichtlich, dass Sonntag ein geiler Tag werden würde. Ich beschloss schon wie im Vorjahr wieder mit einem Fellschi zu laufen (Fischer Twin skin).

Beim Koasalauf in St. Johann qualifizierte ich mich für den 3. Startblock von 10+Elite.

Das Fest war angerichtet. Ich war top vorbereitet. Ich konnte Samstag auf Sonntag kein Auge zu tun. Um drei war Tagwache, Frühstück, Schi in den Startblock legen, usw. (Standardprozedere wie bei jedem Rennen ;-))

Und dann das: Um 04:00 begann es strak zu schneien! Um 08:00 war der Start und man sah die Spuren nur mehr als zarte Vertiefungen, es wurde nicht mehr neu gespurt. Von Anfang an konnte ich mit meinen Fellschi das Tempo in keinster Weise mitgehen… Ich wusste sofort, dass ich mir meine Topzeit sonst wo hin…… könne. Ich kämpfte 90 km gegen den Fellschi, gegen den Sturm, gegen den horizantalen, gegen uns gerichteten Schneesturm!! Es war frustrierend von ca. 800 Athleten durchgereicht zu werden und mit keinem mithalten zu können. GSD kamen doch einige Bergaufpassagen, in denen ich wieder zum Gegenangriff ausholen konnte. Und vom Laufen her kann man sich das ungefähr so vorstellen: Es gab keine Spur mehr , nur zwei  flachgefahrene ca. 70 cm breite Bereiche zum laufen. Im Diagonalstil ging da gar nichts mehr, was mich natürlich noch mehr traf, weil ich zum Schieben bald zu müde wurde.

Ich kam leicht gereizt ins Ziel; geschafft!! 7Std:47min. An einen Medaillenrang (Siegerzeit + 50%) war nicht mehr zu denken.

Fazit: Also mit einem Fellschi bitte nur trainieren, aber nie bei einem Rennen verwenden!!

Nach einer Dusche und Essen schaute ich mir dann noch die Finisher an, die zwischen 11 und 12 Stunden benötigten. Und alle hatten einen Riesengrinser oder Freudentränen im Gesicht. Stimmte mich dann doch etwas nachdenklich, warum ich mit so einem Grant einlief…

Am Montag flogen wir wieder heim und der Ärger über meine Dumm-/ Sturheit betreffend dem Fellschi verflog ebenfalls langsam. Immerhin war ich gesamt 3592. von

fast 15800 Startern und 2088 gaben auf oder wurden aus dem Rennen genommen.

 

Den VASA- Loppet habe ich sicherlich nicht zum letzten mal gemacht, aber die nächsten 2- 3 Jahre starte ich jetzt mal bei anderen Schimarathon.

Matthias Cusumano