Ein Bericht vom Duathlon in Deutschlandsberg

Am vergangenen Wochenende versuchten Stefan Dullnig alias Dustef, Philipp Tichy und meine Wenigkeit uns bei der Duathlon-Staatsmeisterschaft über die olympische Distanz in Deutschlandsberg.

Am Morgen während der Anreise diskutierten Philipp und ich noch, wie man am besten einen solchen Duathlon über 10 km Laufen, 40 km Radfahren (mit Windschattenfreigabe) und nochmals 5 km Laufen angeht.

Einige Stunden später fand ich mich im Wettkampf nach 10 Laufkilometern in der ersten Verfolgungsgruppe gemeinsam mit Dustef wieder. 50 Sekunden Rückstand hatten wir auf das Spitzentrio Rossmann, Prungraber und Lorber aufgerissen. Philipp musste leider aufgrund von Unwohlfühlen und Magenproblemen nach ca. 5 Kilometern aufhören.

Zack, rauf aufs Rad und vorbei war es bei mir mit einem taktischen Wettkampf. Vielmehr kämpfte ich ums Überleben, um es etwas drastischer auszudrücken *g*. Durch nicht enden wollende Muskelkrämpfe in den Waden und Oberschenkeln schaffte ich es kaum, im Windschatten der Gruppe mitzufahren. In der dritten von sieben Runden machte meine Wade dann komplett zu. Weiterfahren war kurzzeitig unmöglich. Also musste ich die Gruppe ziehen lassen, und zudem musste ich mitansehen, wie zwei weitere Radgruppen an mir vorbeizogen. So hatte ich mir meine Duathlonpremiere nicht vorgestellt.

Nach einer gefühlten Ewigkeit ließ der Krampf aber doch noch nach, und so wurde das Rennen etwas angeknockt fortgesetzt. Ich schaffte es mehr schlecht als recht über die 40 Radkilometer. Dem nicht genug, folgte nun der ultimative muskuläre Grenzgang über 5 Kilometer im zweiten Lauf. Aber aufgeben kam mir nicht in die Tüte!

Währenddessen war Dustef sehr souverän unterwegs und belegte mit innerer Ruhe und Gelassenheit den sehr starken sechsten Gesamtrang. Somit für ihn ein weiterer vielversprechender Testwettkampf im Hinblick auf den Ironman Hawaii. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte auch ich – um viele Erfahrungen reicher – das Ziel. Beim nächsten Antritt passiert mir so etwas nicht mehr, hoffentlich.

Der Duathlon an sich war super organisiert. Vor allem die Radstrecke war staatsmeisterschaftswürdig und sehr kurzweilig. Einzig das Teilnehmerfeld war etwas spärlich besetzt. Ich denke einen Grund dafür mittlerweile zu kennen: Duathlon ist härter als Triathlon, definitiv!

Christian Haas

Ergebnisse

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar